Yoga in Wismar • Institut für Ganzheitliche Therapie • Lagerstraße 3A • 23966 Hansestadt Wismar

stoffwechselreinigung

Stoffwechsel-Reinigung

Entschlacken-Loslassen-Entspannen

An einem Wochenendkurs lernen und üben wir, wie wir mit Hilfe spezieller Ernährung, Yoga, Atem- und Entspannungsübungen körperliche und seelische Prozesse der inneren Reinigung bewusst unterstützen können.

Die Reinigungskur beginnt mit einer ärztlichen Untersuchung durch Dr. med. Rainer Löwe und einem vorbereitenden Gespräch. So können wir die Reinigungskur optimal an Deine individuellen Bedürfnisse optimal anpassen. Zentraler Bestandteil ist die Ausscheidung von Schlacken. Diese erreichen wir durch eine Darmreinigung, eine anschließende Leberreinigung und durch eine gezielte Ernährung.

Das begleitende Programm umfasst gezielte Yogaübungen, die dem Körper dabei helfen Schlacken auszuscheiden, spannende Vorträge von Dr. med. Rainer Löwe zum Thema gesunde Ernährung, Gesprächsrunden und natürlich wird auch täglich gemeinsam gekocht und gegessen.

Wie stelle ich mir das genau vor?

Die Stoffwechsel-Reinigungskur wird von jedem Menschen anders empfunden, daher ist eine pauschale Beschreibung kaum möglich. Eine unserer Kur-Teilnehmerin hat in einem kurzem Bericht ihre ganz eigenen Erfahrungen für uns schriftlich festgehalten. » Erfahrungsbericht

Teilnahme / Möglichkeiten

Die Stoffwechsel-Reinigungskur ist im Prinzip für jeden geeignet. Gibt es gesundheitliche Einschränkungen, können wir diese ohne weiteres berücksichtigen. Die beste Jahreszeit sind das Frühjahr und der Herbst. In dieser Zeit bieten wir feste Wochenendkuren an. Wem eine private Atmosphäre wichtig ist, der kann gerne auch eine private Reinigungskur bei uns durchführen oder die Reinigungskur mit einem Urlaub an der schönen Ostsee verbinden.

Über die Stoffwechsel-Reinigungskur

Yoga ist aus den Jahrtausende alten Erfahrungen des fernöstlichen Ayurveda, dem Wissen von der rechten Lebensweise, hervorgegangen. Eine reine Seele die sich selbst erkennen kann, geht aus einem reinem Körper und aus einem reinen Geist hervor. Auf dem Weg des Yoga sind diese Elemente fester Bestandteil des Erfolges. Gier, Hass und Verblendung stören die Reinheit des Geistes. Die Verunreinigungen des Körpers durch falsche Gewohnheiten sind die Ursachen aller chronischen Krankheitssymptome. Ablagerungen von überschüssigen Stoffwechselprodukten in unserem Bindegewebe sind wahrnehmbare Zeichen von Stauungen im Stoffwechselkreislauf. Sowohl die Traditonelle Chinesische Medizin (TCM) als auch das Ayurveda verwenden für das Verständnis der Stoffwechselvorgänge einprägsame Symbolkreisläufe. Aus Wasser entsteht Holz, aus Holz Feuer und aus Feuer entsteht Erde. Zum Schluss des Kreislaufes entsteht aus der Erde wieder Metall, das beim Schmelzen wiederum Wasser in einer höheren Qualität darstellt. Nach diesem einfachen Prinzip werden seit mehreren tausend Jahren erfolgreich Stoffwechselstörungen behandelt. Auch die Schulmedizin erkennt allmählich an, dass Stoffwechselstörungen, wie Symptome der Gicht und des Rheumas, am wirksamsten durch Loslassen von schädigenden Ernährungsgewohnheiten beseitigt werden können. Außerhalb von Notfällen ist in der Ayurvedamedizin die Grundlage jeder Therapie eine Reinigung des Stoffwechsels durch geeignete Ausleitung von Ablagerungen. Schon nach einer Wochendendkur verspühren die meisten Patienten eine deutliche Besserung ihres Wohlbefindens. Angepasst an die unterschiedlichen Stoffwechseltypen erfolgt die Reinigungskur sowohl nach den Grundsätzen des Ayurveda als auch unter Aufsicht eines Schulmediziners. Vervollkommnet wird die Kur durch Hinweise auf Änderung der Ernährungsgewohnheiten, und durch praktische Anleitung bei der Nahrungszubereitung in Form von Kochkursen. Ebenso werden geeignete Übungen vermittelt, die Gewebebeweglichkeit anzuregen. Wir legen großen Wert darauf, die wissenschaftlichen Prinzipien der Ernährung zu vermitteln - im Gegensatz zu den vielen Diäten, die lediglich eine zweite, neue Ernährung neben der alten Ernährungsgewohnheit darstellt.

Erfahrungsbericht

Gleich vorweg: „Hätte ich mich doch nur ein wenig besser vorbereitet!" Ich hatte einen Gutschein für die Stoffwechsel-Reinigungskur bei Frau Bergmann und Herrn Dr. Löwe geschenkt bekommen. Als bekennender Workaholic hatte ich mir im Vorfeld nicht die Zeit genommen, mich mal intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und wusste demnach auch nicht so recht, was mich an diesem Wochenende erwarten sollte. Ein wenig Reinigung hier, ein wenig Yoga da - na, das kriege ich schon hin! Am Freitag ging es dann los. Zunächst gab es ein strenges Diätprogramm. Frühstück normal, mittags nur noch eine leichte Mahlzeit und das Abendbrot fiel weg. Aber zum Abendessen sollte ich ja schon beim Seminar vor Ort sein. Gegen 17:00 Uhr trafen sich nun alle Teilnehmer im hübschen Yogastudio bei Frau Bergmann. Insgesamt waren es 12 Personen, von jung bis alt und von fit bis - nunja- ein wenig gebrechlich. Wir begannen mit einer theoretischen Einführung in das zu erwartene Prozedere. Herr Dr. Löwe erklärte uns noch einmal genau, was die Stoffwechsel- Reinigungskur ist, warum sie einen so hohen Stellenwert in der ganzheitlichen Medizin hat und insbesondere auch was mit dem Körper passieren würde. Mir schwante es schon: eine Kleinigkeit mal nebenbei ist das wohl nicht.

Es folgte ein kleines Yoga-Programm. Ja, ich sollte wohl doch mehr Sport machen. Aber auch als Ungeübte konnte ich alle Übungen ausführen. Auch den anderen Teilnehmern schienen diese Übungen keine Probleme zu bereiten. Nach der körperlichen Ertüchtigung erhielt ich den sogenannten Zaubertrank. Dieser war eine Mischung aus Olivenöl und Grapefruit-Saft, den ich nachts dann also trinken sollte. Lecker stelle ich mir das nicht vor. Aber naja.

Wieder zu Hause, musste ich mit einer Darmreinigung beginnen. Nun, diese kannte ich schon vom Fasten. Man trinkt ein Gemisch aus Bitter- oder Glaubersalz, was eine starke abführende Wirkung hat. Dadurch sollten schon mal alle Schlacken aus dem Darm entfernt werden und alles optimal auf die Leberreinigung vorbereitet werden. Wann die Wirkung einsetzt, ist immer ganz unterschiedlich. Mal gehts gleich los, manchmal erst am nächsten Tag. Bei mir passierte erst mal „nix". Um 22:00 Uhr sollte ich dann den Zaubertrank trinken. Wichtig ist, das man ihn in einem Zug trinkt und dann 20 Minuten regungslos auf dem Rücken liegen bleibt. Gegen 21:45 Uhr beschloss mein Körper jedoch, es wäre jetzt eine gute Zeit, mit der Darmentleerung zu beginnen. Oh nein, und das jetzt! Den Zaubertrank konnte ich dann doch erst 22:20 Uhr trinken, aber es ging halt nicht anders. Den Trank noch einmal schütteln und dann irgendwie runter schlucken. So schlimm, wie befürchtet, schmeckte er dann aber doch nicht. Und nun hinlegen und still liegenbleiben. Das klappte super, ich schlief sogar auf der Stelle ein. Gegen 1:30 Uhr wachte ich allerdings auf, mit einem imensen Druck im Bauch. Hu, schon jetzt? Ich machte mich lieber fix auf den Weg ins Bad und es ging wirklich akut los. Nun muss man sich das nicht so vorstellen, dass man halt einfach mal eben auf Toilette geht. Der Zaubertrank bewirkt nämlich, dass die Gallenkanäle sich zunächst erweitern und die Leber dann alle Schlacken mit Schwung heraus drückt. Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich also im Wechsel zwischen Sofa und Bad - und ich kann nur betonen, dass ist unglaublich anstrengend! Ich war so erschlagen und erschöpft, dass ich es nicht mehr die Treppe hoch ins Schlafzimmer schaffte, sondern gleich auf dem Sofa liegen blieb.

Als am nächsten Morgen der Wecker klingelte, fühlte ich mich, als hätte mich ein Schwerlasttransporter überfahren. Und nun sollte ich auch noch mit der Darmreinigung weitermachen. Noch zwei Bittersalz-Drinks am Vormittag schafften mich dann völlig. Ich sagte alle Termine für diesen Tag ab und blieb einfach nur auf dem Sofa liegen - sofern ich nicht ins Bad musste. Sogar Fernsehen war mir irgendwie viel zu anstrengend. Meine Güte, was war das denn?

Am späten Nachmittag trafen wir uns alle wieder im Studio. Als ich mir die Gesichter der anderen Teilnehmer ansah, ahnte ich, dass es ihnen nicht anders ergangen war als mir. Eine Teilnehmerin erzählte mir, dass sie sich beim letzten Mal sogar übergeben hat, diesmal aber alles ganz einfach und entspannt verlief. Das hätte mir ja noch gefehlt! Wir begannen mit einer kleinen Gesprächsrunde. Da niemand wohl offen und frei heraus in geselliger Runde über seinen Stuhlgang erzählen möchte, war das natürlich schon ein wenig lustig. Der Hintergrund ist aber, dass bei der Leberreinigung Stoffe ausgeschieden werden, die einige Zentimeter groß werden können und grün sind. Aus diesen Schlacken können dann später die Gallensteine entstehen. Viele berichteten von diese Ausscheidungen, die wie Erbsen in verschiedenen Größen aussehen und von der Anzahl ganz beachtlich sein können. Nun, darauf hatte ich bei mir nun nicht geachtet - dazu wäre ich auch zu erschöpft gewesen. Aber hätte ich doch nur - na, beim nächsten Mal.

Nach der Gesprächsrunde gab es erst mal wieder Yoga. Heute fielen mir diese natürlich viel schwerer, aber es nützte ja nichts. Die Übungen sollten helfen, die Schlacken aus dem Bindegewebe auszuscheiden, und das war ja wichtig. Zwischendurch konnte jeder Teilnehmer noch zu Dr. Löwe in die Praxis zu einem Privatgespräch gehen. Frau Bergmann hat ein gutes Auge und sieht schon anhand der Ausübung der Yoga-Übungen, ob ein Teilnehmer Blockaden hat, die Herr Dr. Löwe sich nun ansehen sollte. Ein junger Mann z.B. litt unter starker Migräne und kam mir beim Yoga auch recht unbewglich vor. Diesen schickte Frau Bergmann ebenfalls zu Herrn Dr. Löwe und als er wieder kam, schien er völlig verwirrt und perplex. Herr Dr. Löwe arbeitet viel mit der manuellen Therapie - das kann man sich vereinfacht gesagt wie bei Tamme Hanken vorstellen. Und dieser junge Mann hatte wohl ordentliche Blockaden, die Herr Dr. Löwe bei ihm löste. Ich selbst leide, bedingt durch den Stress bei der Arbeit, auch oft unter Verspannungen im Rücken und lasse mir diese von Herrn Dr. Löwe regelmäßig lösen. Beim ersten Mal wusste ich auch nicht so recht, was da geschah. Ein Ruck nach links, einer nach rechts, ein Krachen hier und ein Krachen da. Wer das nicht kennt, ist nach der ersten Behandlung wirklich von den Socken - aber beschwerdefrei.

Am Abend kochten wir noch alle zusammen ein leckeres Abendmenü. Jeder schnippelte etwas und anschließend aßen wir alle zusammen an einer langen Tafel und konnten noch schön erzählen.

Am nächsten Tag sah die Welt wieder ganz anders aus. Die Energie kehrte zurück! Der Kurs begann heute auch schon um 10:00 Uhr. Auch allen anderen Teilnehmern schien es heute wieder besser zu gehen. Was ich jedoch bemerkenswert fand, ich fühlte mich irgendwie anders als sonst. Mein Geschmacksinn hatte sich geändert, die Zigarette schmeckte überhaupt nicht mehr und auch das Körpergefühl war ganz anders. Leichter, irgendwie frischer. Hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie sehr der Körper unter den Schlacken im Körper leidet. Ich hätte nie gedacht, dass man das so deutlich spüren kann.

Auch an diesem Tag wurde wieder zusammen gekocht, lecker gegessen und noch einige Yogaübungen praktiziert. Schwerpunkt dieses Tages war aber - wie geht es nun im Alltag weiter. Herr Dr. Löwe erzählte uns viel über Ernährung und über den eigentlichen Stoffwechselpozess. Das fand ich besonders spannend. Immerhin ist der Stoffwechsel des Menschen ein fester Prozess. So, wie sich der Uhrzeiger immer im Uhrzeigersinn dreht, hat auch der Stoffwechsel einen festen Ablauf - nur wir Menschen halten uns nicht an diesen. Wir denken immer, der Stoffwechsel passt sich unserer Ernährung an, aber das geht nicht. Er versucht nur beständig, das Beste aus dem zu machen, was wir täglich in uns hineinfuttern. Aber dass es da ganz einfach auch Grenzen gibt, ist uns nicht bewusst und wenn man sich die Volkskrankeiten ansieht, scheint das Verständis zum Thema Ernährung ja doch eher marketinglastig zu sein. Mir selbst war das bisher auch noch nicht so bewusst, da muss sich defintiv was ändern!

Prima waren auch die Workshops zum Thema Kochen. Wie leicht, schnell und einfach man doch leckere Menüs zaubern kann. Frau Bergmann hatte viele praktische Tipps für uns, die den theoretischen Vortrag von Herrn Dr. Löwe perfekt ergänzten. Das gemeinsame Mittagessen wurde dann abschließend noch einmal als Gesprächsrunde genutzt. Jeder konnte fragen, was er wollte und wo er Schwierigkeiten im Alltag sah. Sei es die Kantinen-Mahlzeit bei der Arbeit, Kinder und Familie oder auch ganz persönliche Dinge.

Zusammenfassung: Am Montag ging es wieder zurück in den stressigen Alltag. Viele der anderen Teilnehmer nutzen die Stoffwechsel-Reinigungskur für den Einstieg in eine gesunde, körperbewusste Ernährung. Dafür halte auch ich sie absolut geeignet. Das bessere Körpergefühl und das neue Wissen machen eine Umstellung leicht. Wobei ich heute eher sagen würde, dass es keine Umstellung, sondern eher eine Zurückstellung auf den Ursprungszustand ist. Leider startete ich unvorbereitet in die neue Woche, wobei ich diese so gerne selbst als Umstellung genutzt hätte. Daher werde ich im Herbst definitiv wieder mitmachen und die Stoffwechsel-Reinigungskur ebenfalls als Einstieg nutzen.

Frühjahr 2016